Was macht eigentlich eine Umweltpädagogin?

Biologie-Unterricht, der Spaß macht: Umweltpädagogen bringen Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen Natur und Ökologie praktisch und handlungsorientiert nahe. Wald, Wasser, Ernährung und Umweltschutz sind typische Themen, die sie, etwa über Kindergeburtstage, Ferienfreizeiten oder Exkursionen, vermitteln. Feste Stellen für diese Experten jedoch sind dünn gesät.

Sie organisieren und betreuen Waldrallyes, wissenschaftliche Führungen zu Tierarten, begleiten Wanderungen, Exkursionen oder Familientage ins Grüne und setzen praktische Naturschutzmaßnahmen wie den Bau von Nisthilfen oder Pflanzungen um: Umweltpädagoginnen und Umweltpädagogen bringen ihrer jeweiligen Zielgruppe – etwa Schulklassen, Erwachsenen oder Kindergruppen, für die sie auch Geburtstage oder Event mit Grün-Bezug ausrichten – Umwelt bzw. ökologische Themen pädagogisch näher. Sie vermitteln also Wissen rund um ökologische Nachhaltigkeit und dies oft auf spielerische, handlungsorientierte Art und Weise. Biologie live, sozusagen.

Wege zum Beruf: Umweltpädagogik

Für die spannenden, oft jedoch auf Honorarbasis angebotenen Stellen an der Schnittstelle von Natur und Pädagogik qualifizieren einerseits Bachelor- und Masterangebote einiger Hochschulen. Diese allerdings sind im deutschsprachigen Raum dünn gesät: etwa der Bachelor of Arts „Umweltbildung“ der Pädagogische Hochschule Weingarten oder das Bachelor- und Masterstudium „Umweltpädagogik“ an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien. Auch der Master-Studiengang „Umweltethik“ der Universität Augsburg enthält – neben anderen – Schwerpunkte wie Umweltpädagogik, Umweltökonomie, Umweltrecht und Umweltethik; darüber hinaus aber auch Theologie und Philosophie.

Betrachtet man einschlägige Stellenanzeigen für Umweltpädagogen, wird der zweite am Markt akzeptierte Zugangsweg rasch ersichtlich: Absolventen von Studiengängen wie Ökologie, Umweltwissenschaften, Fortwissenschaften, Biologie oder Geografie (je nach ausschreibendem Arbeitgeber auch im Lehramt) sind ebenfalls gern gesehen, insbesondere mit pädagogischer Zusatzqualifikation, die gern wald-, natur- oder erlebnispädagogischer Art sein darf.

In allen Varianten ist naturgemäß soziale Kompetenz ein geschätzter Zusatz, insbesondere im Hinblick auf die jeweilige Zielgruppe, also etwa Praxiserfahrung in der Kinder- und Jugendlichenarbeit. Leidenschaft für Natur und Naturvermittlung sollte selbstverständlich sein.

Unsichere Beschäftigungsverhältnisse

Wer sich für das in der Sache gewiss vielseitige Berufsbild interessiert, sollte aber berücksichtigen, dass feste Stellen, gerade in Vollzeit, für Umweltpädagogen eher selten sind. Viele Arbeitgeber, zu denen bspw. Feriendörfer, Natur- oder Wildparkzentren oder Biologische Stationen zählen, suchen umweltpädagogische Mitarbeiter nur auf freiberuflicher Basis, sprich: auf Honorar.

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